20.07.17

Massenställe für Bio-Hühner? AMA-Fleisch-Werbebroschüre für Kinder!

"Bio-Legehennenstall"

tagesschau.de: Massenställe für Bio-Hühner? Auch Bio-Hühner leiden in der Massentierhaltung
Bei Bio-Eiern denken viele an glückliche Hennen auf einem Hühnerhof. Die Realität sieht anders aus: bis zu 3000 Legehennen zusammengepfercht in einem Stall. Bald erlaubt die EU sogar mehr als 12.000 Hühner pro Betrieb. Bei keinem anderen Produkt greifen die Deutschen (und Österreicher) so oft zu Bio-Ware wie bei Eiern. Für mehr Tierschutz sind sie bereit, deutlich mehr Geld zu zahlen. Doch wie werden Bio-Eier heute produziert - stimmt das idyllische Bild der glücklichen Hühner? Maximal 3000 Bio-Legehennen pro Stall sieht die aktuelle EU-Verordnung vor. Pro Quadratmeter Stallfläche sind maximal sechs Tiere erlaubt. Von der romantischen Vorstellung eines kleinbäuerlichen Betriebs ist das schon ziemlich weit entfernt.
Mehrere Herden in einem Gebäude
Doch in den vergangenen Jahren wurde diese Bestimmung weiter ausgehöhlt. In Deutschland hat die Politik es zugelassen, daß mehrere Herden mit jeweils 3000 Hühnern in einem Gebäude gehalten wurden, abgegrenzt durch Trennwände. Außerdem wurde erlaubt, statt sechs bis zu zwölf Bio-Hennen pro Quadratmeter im Stall zu halten, wenn Volieren und Stahlgestelle vorhanden sind, die zur nutzbaren Fläche dazu gerechnet werden können. Seit drei Jahren wird die Reform der EU-Öko-Verordnung verhandelt. Report Mainz liegt ein vertrauliches Verhandlungsprotokoll vor. Am 28. Juni hatten sich Vertreter des EU-Parlaments, der Kommission und des Ministerrats auf einen gemeinsamen Reform-Text geeinigt.
Künftig mehr als 12.000 Tiere legal
Das EU-Parlament hatte gefordert, daß pro Bio-Betrieb maximal 12.000 Legehennen gehalten werden sollten. Außerdem sollte der Begriff Hühnerstall eindeutig definiert werden. Das Dokument belegt, wie diese Ziele im Zuge der Verhandlungen aufgegeben wurden. Wird der Entwurf umgesetzt, sind künftig riesige Bio-Legehennen-Betriebe mit deutlich mehr als 12.000 Tieren legal.
Martin Häusling von den Grünen ist Berichterstatter des EU-Parlaments in den Verhandlungen. Er sagt: "Das hat etwas mit der Kommerzialisierung des Biobereichs zu tun, wo tatsächlich Strukturen eingerissen sind, wo Großbetriebe zusammen mit dem Großhandel das Geschäft zunehmend bestimmen." Kritiker halten die Neuregelung der EU-Öko-Verordnung für Betrug am Verbraucher - und an den Bio-Bauern. Die kleinen Bio-Bauern, so ihre Befürchtung, würden dadurch in den Ruin getrieben.
Mehr dazu auch auf www.tierschutzbuero.de
(Quelle: Animal Spirit)

AMA-Skandal: Fleisch-Werbebroschüre für Kinder

AMA-Werbung - etwas anders...

AMA-Skandal: Fleisch-Werbebroschüre für Kinder muß wieder eingestampft werden
Die AgrarMarktAustria (AMA), die aus Zwangsbeiträgen der Landwirte und aller Steuerzahler gespeist wird und zu deren Hauptaufgaben die Vermarktung der österreichischen Agrar- und Fleischprodukte gehört, hat sich jetzt schon die Allerkleinsten als Kundschaft vorgenommen: So hat sie kürzlich ein Kinderbuch entworfen, welches an Verachtung für die sogenannten „Nutz“tiere Rind, Schwein und Huhn und an verharmlosender Beschönigung der Tötung dieser Tiere kaum zu überbieten ist. Warum sich der bekannte Märchenerzähler und Autor Folke Tegetthoff für eine derart perfide Art der Beeinflussung unserer Kinder hergibt, bleibt indes ein Rätsel; daß sich die AMA für so etwas nicht zu schade ist, erstaunt weniger, versucht sie doch schon seit Jahrzehnten, der (fleisch-)konsumierenden Bevölkerung mit beschönigenden Bildern einer (praktisch nicht mehr existierenden) Bauernhof-Idylle Sand in die Augen zu streuen und systematisch zu verblöden.
In dieser Fleisch-Werbebroschüre erklären Rind, Schwein und Huhn, daß es quasi „ihre Aufgabe“ sei, zu Fleisch verarbeitet zu werden und daß „wir uns sicher wiedersehen werden“ (als Leichenteil am Kinder-Schnitzelteller?).  Und weiters, daß sie von „Spezialisten“ (den Schlachtern!) zum „Schnitzelstar“, „Kotelettwunder“ und „Mega-Überdrüber-Filet“ verarbeitet werden, und sie die Reise „von HIER nach DORT“ – was für ein Euphemismus für die systematische Quälerei bei der gewaltsamen und sinnlosen Tötung leidensfähiger Mitgeschöpfe – „nicht einmal merken“ würden… Solche Zeilen machen auch Tierschützer, die schon viel erlebt haben, sprachlos.
Der Werberat hat nach entsprechenden Protesten aus Tierschutzkreisen sofort reagiert und die Verbreitung untersagt, das Kinderbuch muß nun eingestampft werden, u.a. mit der Begründung, „daß die gewählte textliche und bildliche Darstellung ein verharmlosendes Bild der Fleischproduktion an sich und im Speziellen einer Schlachtung vermittelt und damit die kindliche Vorstellungsfähigkeit eindeutig überfordert wird.“  (siehe auch DER STANDARD: AMA erklärte Kindern Fleischproduktion-Werberat verlangt Kampagnenstopp). An diesem Beispiel zeigt sich jedenfalls auf sehr entlarvende Weise, welch Geistes Kind die AMA ist – wenn hier von Geist überhaupt die Rede sein kann…
Link Begründung des Werberates: www.werberat.at/verfahrendetail.aspx?id=2364
Mehr zum Thema „AMA – Dichtung und Wahrheit“ auch in unserer Fleischbroschüre „Nimm bitte das Tier vom Tisch“, zu bestellen in unserem Shop. Dort gibt es auch unsere etwas provokanten „AMA-Wütesiegel“ T-Shirts (siehe Foto links)!

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